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Ihr Fachanwalt für Erbrecht in München Ihr Fachanwalt für Erbrecht in München - Bernhard Klinger

Bernhard F. Klinger
Fachanwalt für Erbrecht, Spezialist für Pflichtteilsrecht, Spezialist für Testamentsgestaltung, zertifizierter Testamentsvollstrecker

Tel.: 089 2101020

Empfehlung durch FOCUS„Top-Erbrechts-Anwalt mit hoher Fachkompetenz und Expertise im Erbrecht“

Empfehlung durch WIRTSCHAFTSWOCHE: „Eine der 25 Top-Kanzleien für Erbrecht bundesweit“

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Pflichtteil - Erklärung, Wissenswertes und Antworten

Der Pflichtteil sichert Angehörigen eine finanzielle Mindestbeteiligung am Nachlass. Trotz Enterbung steht somit, insbesondere Kindern und Ehegatten, ein Teil des Nachlasses zu. Dieser Pflichtteilsanspruch muss von den Erben des Verstorbenen in Form von Geld beglichen werden und entspricht der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. 

Typische Fragen zum Pflichtteil



Typische Fragen & Antworten zum Pflichtteil



Auf den folgenden Seiten finden Sie detaillierte Informationen rund um den Pflichtteil und das Pflichtteilsrecht

Pflichtteil

Was ist der Pflichtteil? Wie unterscheiden sich der Pflichtteilsanspruch und der Pflichttilsergänzungsanspruch voneinander. Hier finden Sie alle Informationen rund um den Pflichtteil.

Pflichtteilsanspruch

Wer ist überhaupt pflichtteilsberechtigt und wie hoch ist die Pflichtteilsquote? Diese und weitere Informationen finden Sie unter Pflichtteilsanspruch.

Pflichtteilsergänzungsanspruch

Wie wirken sich Schenkungen auf den Pflichtteil aus? Hier finden Sie Regelungen und  Informationen zum Pflichtteilsergänzungsanspruch.

Pflichtteil einfordern

Wie wird der Pflichtteil geltend gemacht und welche Rechte haben Pflichtteilsberechtigte? Hier finden Sie alle Informationen zur Durchsetzung des Pflichtteils.





Was ist der Pflichtteil?

Der Pflichtteil sichert den nahen Angehörigen, die durch Testament enterbt wurden, eine finanzielle Mindestbeteiligung am Nachlass des Erblassers. Er entspricht der Hälfte des gesetzlichen Erbteils, wird aber nur in Form von Geld beglichen. Der Pflichttelsberechtigte kann zwei Ansprüche geltend machen:

Der Fachanwalt für Erbrecht, Bernhard F. Klinger, mit Kanzlei in München, setzt Pflichtteils- und Pflichtteilsergänzungsansprüche effektiv unter Nutzung des Auskunftsanspruchs und Wertermittlungsanspruchs durch. Die Erben unterstützt der Erbrechtspezialist bei der Abwehr unberechtigter Pflichtteilsforderungen.



Pflichtteilsanspruch - Wer bekommt den Pflichtteil?

Einen Anspruch auf den Pflichtteil haben grundsätzlich Nachkommen (Kinder, Enkel & Urenkel), Eltern und der Ehegatte des Verstorbenen. Eltern sind jedoch nur dann pflichtteilsberechtigt, sofern der Erblasser kinderlos verstirbt. 
Enkel wiederum haben nur dann einen Pflichtteilsanspruch, wenn der Elternteil (also das Kind des Erblassers) bereits verstorben ist.

Geschiedene Ehegatten Partner ohne Trauschein und Geschwister des Erblassers haben keinen Anspruch auf den Pflichtteil.  Genau Regelungen finden sich in § 2303 BGB.



Wer muss den Pflichtteil bezahlen?

Der Pflichtteil muss von den Erben des Verstorbenen an den Enterbten bezahlt werden. Dem Pflichttteilsberechtigten steht es zu, von jedem Miterben 100 % des Pflichtteils oder nur einen Teil davon zu verlangen. Die Erben teilen dann diesen Betrag je nach Verhältnisse Ihrer Erbteile untereinander auf.

Gegenüber Vermächtnisnehmer und Testamentsvollstrecker kann kein Pflichtteil geltend gemacht werden. 

Was ein Vermächtnis ist, lesen Sie hier.



Wie hoch ist der Pflichtteil und wie berechnet sich dieser?

Der Pflichtteil kann lediglich durch Geld beglichen werden.
Zur Berechnung des Pflichtteils wird die sogenannte Pflichteilsquote ermittelt.

Um den Pflichtteil beziffern zu können, wird der Wert des Nachlasses mit dieser Pflichtteilsquote multipliziert.
Sofern die Pflichtteilsquote beispielsweise 1/4 beträgt, steht dem Pflichtteilsberechtigten also 25 % des Nachlasses zu.

Generell entspricht die Pflichtteilsquote der Hälfte des gesetzlichen Erbteils, bzw. der vom Gesetz vorgeschriebenen Erbquote. Diese Erbquote variiert jedoch unter anderem aufgrund des Familienstandes des Erblassers (Verstorbenen) und dem Verwandtschaftsgrad des Verstorbenen zum Enterbten.

Berechnung des Pflichtteils

Ehelicher Güterstand des Erblassers

Pflichtteil je Kind

(wenn der Erblasser im Erbfall noch verheiratet war)

Pflichtteil

des Ehegatten

(neben Abkömmlingen)

 

bei 1

Kind

bei 2

Kindern

bei 3

Kindern

 

Gesetzlicher Güterstand

(= Zugewinngemeinschaft)

 

1/4

 

1/8

 

1/12

1/8

 

Gütertrennung

 

1/4

 

1/6

 

1/8

bei 1 Kind:

1/4

bei 2 Kindern:

1/6

bei 3 und mehr Kindern:

1/8

 

Gütergemeinschaft

 

 

3/8

 

3/16

 

3/24

 

1/8


Detaillierte Informationen zur Berechnung hinsichtlich verschiedenster Umstände finden Sie unter Berechnung der Pflichtteilsquote.



Kann man ein Kind vollständig enterben?

Zwar ist die vollständige Enterbung eines Kindes laut Gesetz möglich, allerdings steht diesem trotzdem ein Pflichtteil zu. 

Damit hat der Gesetzgeber eine Art Notanker für enterbte Kinder geschaffen, welcher dem Enterbten mit ein bisschen Glück, wenigstens die Hälfte des gesetzlichen Erbteils zuspricht.

Die Abwehr, also der Entzug dieses Pflichtteilsanspruchs, ist zwar möglich, in der Realität jedoch nur schwer durchsetzbar.



Ich bin ein Scheidungskind. Bekomme ich einen Erbteil oder Pflichtanteil, wenn mein Vater stirbt?

Ja.

Der Erbteil und der Pflichtteil eines Kindes, das vom leiblichen Vater oder der leiblichen Mutter durch Testament enterbt wurde, geht bei Scheidung der Eltern nicht verloren.

Hier finden Sie ausführliche Informationen zum Pflichtteilsanspruch.



Haben Geschwister Anspruch auf einen Pflichtteil?

Nein. Sofern der Bruder oder die Schwester verstirbt, besteht kein Pflichtteilsanspruch.

Einen Anspruch auf einen Pflichtteil können nur die nächsten Familienangehörigen des Erblassers geltend machen, also seine Abkömmlinge (Kinder, Enkel, Urenkel), sein Ehegatte und – wenn der Verstorbene keine Kinder hatte – auch seine Eltern.

Auch nichteheliche und adoptierte Kinder haben ein Pflichtteilsrecht.

Personen ohne Pflichtteilsanspruch: 

Nicht pflichtteilsberechtigt sind dagegen Stiefkinder und Stiefeltern, sowie entferntere Verwandte wie Geschwister, Onkel, Tanten, Neffen und Nichten sowie ein nichtehelicher Lebenspartner des Verstobenen.

Detaillierte Informationen finden Sie unter: Wer ist Pflichtteilsberechtigt?



Auszeichnungen:

Magazin FOCUS
Magazin Wirtschaftswoche

Fachbuchautor:

Beck Verlag
Linde Verlag - Stern-Ratgeber

Mitglied:

Netzwerk Deutscher Erbrechtsexperten e.V.
Netzwerk Deutscher Testamentsvollstrecker e.V.